22 Die Industrieanlagen "auf dem Werdern"
Auf diesem Industriegelände sind die Gebäude der alten Rösthütte zu sehen. In der Mitte des 19. Jahr- hunderts erbaut, haben sie sich bis heute fast vollständig erhalten: Das Magazin (A), das zwei- geschossige Ofengebäude mit dem runden Kamin (B), das sich daran anschließende dreiteilige Gebäude mit erhöhtem Mittelteil (C) und das viergeschossige Kauen- und Wohngebäude (D). In dem langen Fach- werkhaus (E) – 1850 erbaut – sind bis heute Wohnun- gen eingerichtet.
Die gesamte Hüttenanlage liegt in der Nähe des damals vorrangigen Abbaugebietes am Bastenberg. Vor den Stollenmundlöchern wurde durch Handscheidung das Erz von dem tauben Gestein getrennt; dieses wurde am Berghang aufgeschüttet. Die Erzprodukte selbst beförderte man über Viadukte zur Rösthütte, wobei man das natürliche Sturzgelände des Berghangs nutzte. Die zerkleinerten Erze, deren Metallgehalt an Schwefel gebunden war, wurden durch Luftzufuhr auf etwa 1.000 Grad Celsius erhitzt; dabei wurden sie vom Schwefel getrennt und konnten so weiter verhüttet werden. Der Schwefel wandelte sich zu gasförmigem Schwefeldioxyd (SO2), das durch einen Kamin abgeleitet wurde.

Nach dem Ende des Hüttenbetriebs in Ramsbeck zu Beginn des 20. Jahrhunderts nutzte die Stolberger Zink AG diese Montananlagen als Magazine und Werkstätten. Die eingeschossigen Häuserreihen mit Schuppen und Ziegenställen links des Valme-Flusses enthielten Wohnungen für die Hüttenarbeiter.
Bergbauwanderweg Ramsbeck
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