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Förderverein Sauerländer Besucherbergwerk Bestwig-Ramsbeck e.V.
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Neue Überaschung am Rauchabzugskanal

 

Schon lange fragte sich der Vorstand des Fördervereins nach der Länge der Zwei-zügigkeit des Rauabzugskanals. Er bildet die unterirdische Verbindung zwischen der ehemaligen Bleihütte und dem Rauchgaskamin am Bastenberg.Der Anfang ist bekannt. Er ist eine Station des Bergbauwanderweges und durch eine Überdachung vor Nässe geschützt.

Der vor Jahren erfolgte Bau eines zweiten Wirtschaftsweges im Kanalbereich führte hier zu einer teilweisen Zerstörung.

Bei einer weiteren Ausgrabung wurde einer der Züge recht schnell gefunden. Nun wurde bei einer neuen Grabung auch der zweite entdeckt. Erkannt wurde er an den Ablagerungen, die eindeutig Bleispuren zeigen. Bei einer Höhe von 50 cm und einer Breiten von 30 cm hat er jedoch einen wesentlich kleineren Querschnitt als der bisher freigelegte Teil.

So gilt auch hier wieder: Eine gelöste Frage bringt neue Fragen mit sich. So bleibt es im Gebiet der Ramsbecker Altbergbaus weiterhin spannend.

 

 

 

 

 

Sanierung der Stützmauern im Bereich der Alten Bleihütte

 

Die Firma Feldhaus aus Schmallenberg saniert zur Zeit die Stützmauer im Bereich der Alten Bleihütte in Ramsbeck. In der 1853/54 erbauten Hüttenanlage kamen bis 1907 13 Hochöfen zum Einsatz In den Öfen wurde aus dem gerösteten Erz das „Werkblei“ gewonnen, das aus Blei und Silber besteht (pro Tag und Ofen 100 Zentner Werkblei.

 

Die gesamte Stützmauer ist ein Bodendenkmal. Deshalb waren umfangreiche Abstimmungen mit dem Grundeigentümer, dem Landesdenkmalamt und der Gemeinde als Untere Denkmalbehörde erforderlich.

 

Die beschädigten Stellen der Stützmauer werden nach Ausbau der Steine neu aufgebaut und dann durch Materialeinbau im hinteren Bereich zusätzlich gefestigt. Weiterhin kommen Sicherungsnägel zum Einsatz.

Zum Abschluss wird der gesamte Mauerbereich mit nichtrostendem Drahtgeflecht überzogen, um ein Herunterfallen auch einzelner Steine zu verhindern. Dieses soll insbesondere dem Schutz der Besucher im Bereich der Alten Bleihütte dienen.  

Es wird zum jetzigen Zeitpunkt von einer Gesamtdauer der Baumaßnahme von 6 Wochen, also Ende Juli, gerechnet.

 

Um Anschluss kann der Förderverein dann damit beginnen, einen Anbau an die die Pochbude zu errichten. Dadurch kann eine größere Anzahl von Personen als bisher, insbesondere Schülerinnen und Schüler, gleichzeitig im Gebäude über die Arbeit der Pochjungen als Kinderarbeit informiert werden.

Weiterhin soll dann neben dem Pochwerk (südlich) ein Schuppen gebaut werden. Darin wird eine Setzwäsche eingerichtet. Hierdurch kann zukünftig die Trennung von erzhaltigem und nicht erzhaltigem klein gemahlenen Gestein dargestellt werden.

 

Wir gehen davon aus, dass wir diese beiden neuen Projekte im Herbst dieses Jahres abschließen und nutzen können. Hierdurch wird unser Bergbauwanderweg weiter aufgewertet."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herrichtung des Rauchgaskanals unterhalb des Kamins am Bastenberg

 

Bei der Röstung des Bleies in der Alten Bleihütte wurde vor 150 Jahren und in späterer Zeit der Schwefel aus dem Bleiglanz ausgetrieben. Wegen einer staatlichen Auflage mussten diese für die gesamte Umwelt schädlichen Gase aus dem bewohnten Tal an der Valme geleitet werden. Deshalb errichtete man 1854 am Hang des Bastenbergs einen viereckigen Kamin und führte die schädlichen Rauchgase von der Bleihütte durch einen 385 m langen gemauerten Kanal den Berghang hinauf zu einem Kammersystem unmittelbar am Kamin, wo sie zunächst gereinigt wurden. 

 

Unmittelbar unterhalb des Weges am Bastenberg - Kamin liegt ein offenes Teilstück des Rauchgaskanals als Bodendenkmal, das sich im Eigentum der Gemeinde Bestwig befindet. Die Denkmalbehörden haben die Erlaubnis ausgestellt, das Teilstück von Schutt zu säubern, um den ursprünglichen Zustand ohne die Abdeckung in etwa wieder herzustellen. Dadurch kann die ursprüngliche Lage und die Funktion des Kanals deutlich besser von den Besuchern am Kamin wahrgenommen werden.

 

Der Förderverein Sauerländer Besucherbergwerk, der den Bergbauwanderweg um Ramsbeck gebaut hat, geht nun daran, den Rauchgaskanal herzurichten. Ein erster Einsatz durch die Vorstandsmitglieder fand am 18.07.2020 statt. In mühevoller Handarbeit konnte bereits ein Teilstück freigelegt werden. An den folgenden Samstagen soll weiter gearbeitet werden. Helfer sind willkommen.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedenktafel an die jüdische Familie Marcus in Ramsbeck

 

Der Förderverein Sauerländer Besucherbergwerk Bestwig-Ramsbeck e.V. hat im Mai 2016 fünf Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnich an der Heinrich-Lübke-Straße in Ramsbeck in den Gehweg setzen lassen. Sie sollen an die jüdische Familie Marcus erinnern. Dort hat ihr Wohn- und Geschäftshaus gestanden.

John Marcus hatte sich um 1900 im Bergarbeiterdorf Ramsbeck niedergelassen und mit seinem Kaufhaus die Ramsbecker und die Bevölkerung in der Umgebung mit all dem versorgt, was zum Leben benötigt wurde.

Es wird erinnert an eine Familie, die wegen ihrer großen Hilfsbereitschaft und der sozialen Einstellung gegenüber armen und notleidenden Bergarbeiter-Familien hohes Ansehen und hohe Achtung genoss. An eine Familie schließlich, die ihr Schicksal ereilte, nur weil sie jüdischen Glaubens war. 

Neben dem Wachhalten der Ramsbecker Dorfgeschichte sollen die Steine auch an ein dunkles Kapitel Deutscher Geschichte erinnern, verbunden mit der Warnung, alles daran zu setzen, dass sich so etwas nicht wiederholt! 

An die Geschichte der Familie Marcus erinnert neben den Stolpersteinen auch eine Gedenktafel, die Teil des Bergbauwanderweges Ramsbeck ist.

 

Für weitere Informationen siehe:

http://www.foerderverein-sauerlaender-besucherbergwerk.de/mywebsite_060.htm