Sedimentationsbecken Bilmecke
Ehemaliger Klärteich für Flotationsberge
der Erz-Aufbereitungsanlage "Willibald" in Ramsbeck
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Das Wasser des im Tal verlaufenden Bilmeckebaches hatte man durch einen aus Betonformteilen errichteten Stollen, dem sog. Glockengang, unter der Teichanlage hergeleitet. Ihm wurde auch das nach der Sedimentation (Ablagern von Teilchen aus Flüssigkeiten unter dem Einfluss der Gewichtskraft) anfallende Klarwasser im Bereich des Biotops zugeführt. Notwendige Erhöhungen der Dammkrone erfolgten jeweils durch Aufschütten mit im Einspülbereich sedimentiertem Grobsand.
Im Rahmen eines ehrgeizigen Renaturierungsprogramms wurde von September 2006 bis Ende 2007 ein neuer Bachverlauf der Bilmecke an der westlichen Teichoberfläche am Rand des Sedimentationsbeckens verlegt und wird die Sedimentoberfläche der Anlage mit rekultivierbarem Boden abgedeckt. Das Wasser fließt nun in einem mit sog. Bentonitmatten ausgekleideten und mit Wasserbausteinen versehenen, naturnahen Bachbett. Die Anlage wurde für zukünftige Starkregenereignisse hochwassersicher ausgelegt. Der ursprüngliche Glockengang wurde mit speziellem Granulat verfüllt. Ein Teilstück von etwa 20 m dient aber heute und in Zukunft den Fledermäusen als Ruheraum.

Vor Ihnen, unterhalb von Andreasberg, liegt das Gelände des ehemaligen Klärteiches des Erzbergwerks Ramsbeck, im Volksmund auch Schlammteich oder Sil­bersee genannt. Das Areal erstreckt sich über eine Fläche von ca. 650 m Länge und ca. 300 m Breite. Von der Talsohle bis zur Dammkrone wird eine Höhe von ca. 50 m erreicht.

Hier lagern etwa 2 Millionen Kubikmeter taubes Gestein, sog. Flotationsberge, aus der Aufbereitungsanlage „Willibald“. Ab Mitte der 1950er Jahre bis zur Schließung des Bergwerks im Jahr 1974 wurden diese hier als flüssiges Gemisch aus Wasser und aus auf etwa 0,5 mm gemahlenen Feststoffen, einer sog. Trübe, zur Ablagerung eingespült. Dies geschah aus der Aufbereitung mittels Pumpen durch Rohrleitungen und durch natürliches Gefälle über eine Wegstrecke von ca. 2,5 km.

Geländeansicht vor Beginn der Einspülung
Der Klärteich während der Zeit der Einspülung
Die Aufbereitung Willibald
Gesamtansicht vor Beginn der Renaturierung
Gesamtansicht mit Biotop nach der Renaturierung
Das am oberen, südlichen Ende des Areals angelegte Biotop bietet wieder Wildenten, Fischreihern und anderen Wasservögeln eine Heimat.
Für den Wanderer ist das gesamte Areal ein Ort der Ruhe und Erholung.
Das Gebiet ist auch ein bleibendes Zeugnis für den Bergbau in unserer Heimat und der erfolgreichen Wiedereingliederung in die Landschaft.

Weitere Informationen zum Ort Andreasberg können der Tafel in der Ortsmitte entnommen werden.
Informationen erhalten Sie auch auf der Tafel 33 "Berbaukolonie Andreasberg" des Bergbauwander-
weges Ramsbeck
Zur Einfühung Elpetal / Andreasberg